Was ist eine Konstellation?
Max Scheler hat sich in einer Vielzahl intellektueller Milieus bewegt. Häufig wird er als ein Neukantianer betrachtet, der sich später zu einer der Gründungsfiguren der phänomenologischen Bewegung entwickelte. Aber in dieser Perspektive bliebe ausgeblendet, dass Scheler darüber hinaus in lebhaftem Austausch mit Literatenkreisen, mit Psychologie und Psychopathologie, mit Soziologie und Theologie seiner Zeit und nicht zuletzt mit französischen Denkströmungen stand. Das gesamte Feld dieser gegenseitigen Einflüsse wird hier als ›Konstellation‹ gefasst.
Max Scheler und Märit Furtwängler im englischen Garten (vmtl. 1912)
Deutsch-französische Konstellationsforschung
Frankreich in Scheler
Was hat Scheler zu welchem Zeitpunkt rezipiert? Welche Bedeutung hatten Pascal, Guyau, Bergson, die französische Mystik, Fabre und viele andere für die Entwicklung von Schelers Phänomenologie?
Scheler in Frankreich
Umgekehrt war Scheler der erste Phänomenologe, der in Frankreich wahrgenommen worden ist. An diese Beobachtung lässt sich die Frage anschließen: Wie entscheidend war Schelers französische Prägung für die Aufnahme seines Denkens in Frankreich?